März 2015

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Hier kommt nun die Fortsetzung von Samiras und meinem Trip aus Washington DC! :D
Denn es ging ja auch noch zurück nach San Francisco! ;)

Als wir ohne jegliche Probleme am Flughafen in DC ankamen,
ohne jegliche Probleme eincheckten,
ohne jegliche Probleme den Security Gate passierten,
gemütlich noch etwas aßen und darauf warteten bis wir in den Flieger konnten,
dann, ja dann fing es an …Es häuften sich die Probleme an … :(

Wir haben etwas erlebt, was wir vorher noch nie erlebt haben und dieses Gefühl, dass man in irgendeiner Weise Angst um sein Leben hat, hatten wir vorher definitiv auch noch nie …
Wie es dazu kam, jetzt hier:

Wir saßen vor unserem Gate, mit unserem leckeren Burrito, als plötzlich die Durchsage kam: „Weil das Flugzeug overloaded (überladen) ist, suchen wir 33 Leute, die freiwillig den Flieger am nächsten Tag nehmen. Wir übernehmen die Kosten für den nächsten Flug, für die Übernachtung im Hotel, sowie geben wir Ihnen $500 als Entschädigung.“ Als Samira und ich dies gehört haben, dachten wir „Och Gott! – $500! Krass ist das geil!“, aber zugleich fragten wir uns auch, was die genau mit „overloaded“ meinen …
Wie kann ein Flugzeug zu viel Gewicht haben? Oder hatten die ein Fehler im System, dass zu viele Leute diesen Flug gebucht haben?
Die nächste Durchsage sagte: „Wenn sich nicht genug Freiwillige melden, dann machen wir es vom am günstigsten gebuchten Flug aus – die die einen günstigen Flug gebucht haben müssen dann den nächsten Flieger nehmen!“
Es war komische Stimmung angesagt, nicht nur bei uns, sondern auch bei den anderen Leuten, die einfach nur darauf warteten in den Flieger zu steigen und Richtung San Francisco zu fliegen …
Ich muss sagen, dass Samira und ich auch darüber nachgedacht haben, ob wir uns nicht als Freiwillige melden sollten, weil die Entschädigung einfach mal mega geil wäre … Wir haben hin und herüberlegt und letzendlich wurde uns die Entscheidung abgenommen, weil die Dursage kam: „Da sich keine Freiwilligen gemeldet haben, kommen jetzt alle Passagiere mit, allerdings müssen wir dafür einen Zwischenstopp in Denver zum deicinig machen!“ Samira und ich fragten uns was „deicing“ wohl heißen könnte (weil wir es nicht richtig verstanden haben) und schon nach kurzer Zeit wurden uns die Zusammenhänge bewusst: Deicing = Entfrosten = Das bedeutet, dass es einfach so kalt ist, dass der Flieger vereist ist und dies einfach sehr schwer ist. Wir realisierten es, die Leute um uns herum regten sich etwas auf, weil es dadurch zu 1-2 Stunden Verspätung kommen würde, aber schon kurz darauf gingen wir mit alle Mann ins Flugzeug!
Nun saßen wir also im Flieger … Und saßen dort und warteten, und warteten … Es verging eine halbe Stunde, dann eine ganze Stunde, eineinhalb, zwei …
Und dann wurde uns ein bisschen mulmig zumute …
Was ist hier los?! Die Stewardessen konnten uns Passagieren nichts sagen – auch sie wussten nicht, was wirklich Sache ist und versuchten die schon etwas aufregende Stimmung mit Small-Talks und Getränken zu umspielen …
Samira und ich saßen nur da und wussten einfach nicht, was los ist… Wir hatten beide kein ganz so gutes Gefühl bei der ganzen Sache – alles war etwas komisch … Wir hatten das Gefühl, dass irgendwas los ist, irgendwas ist schief, irgendetwas ist nicht so, wie es sein sollte … Wir haben darüber nachgedacht wieder aus dem Flieger zu steigen, weil wir einfach so ein mulmiges Gefühl hatten, aber wir waren uns unsicher …
Letztlich sind wir nach vorne zu den Stewardessen gegangen, da wir nachfragen wollten, ob sie immer noch welche suchten, die freiwillig das Flugzeug verlassen … Sie schrieb unsere Sitzplätze auf und sagte, dass sie es nachfragen würde … Kurz darauf kam dann die Durchsage: „Wenn irgendwer das Flugzeug verlassen will, kann er das machen! Die Tür ist jetzt offen! Wenn jemand das macht, soll er zum Service Center gehen, da es dort weitere Informationen bzgl. des nächsten Fluges gibt! Die Rückkehr in dieses Flugzeug ist nicht vorgesehen!“
So, nun saßen Samira und ich also da und wussten nicht was wir machen sollen … Ca. 17 Leute verließen das Flugzeug und wir saßen da und überlegten hin und her … Von den $500 Entschädigung haben sie jetzt gar nichts mehr gesagt … Wir hatten immer noch das Gefühl, dass irgendwas schief gehen wird, wenn wir hier sitzen bleiben, aber es sind ja immerhin schon 17 Leute ausgestiegen, was schon mal besser war, als davor … Unsere Sitznachbarin hat uns die Angst in den Augen gesehen und hat mit uns darüber geredet, was wir so denken und fühlen, aber so wirklich geholfen, hat´s auch irgendwie nicht … Bei mir war es um ehrlich zu sein so, dass ich zu 55% rausgehen würde und zu 45% im Flieger bleiben würde … Aber man war sich einfach unsicher und da wir so lange hin und her überlegt haben, haben wir die Frist zum Rausgehen auch irgendwann verpasst, weil die Stewardessen die freien Plätze nachzählen wollten, um diese dem Piloten durchzugeben und um sicher zu gehen, ob wir starten können und in Denver eine Pause machen müssen oder nicht …
Irgendwann war es dann soweit und das Flugzeug fing an zu rollen …
Angst war groß geschrieben, aber was sollte man jetzt noch tun?! Bereuen, dass man nicht vorher schon ausgestiegen ist?! Zu spät!
Während des Fluges war von Schlafen wenig zu sehen … Als wir in Denver landeten waren wir erstmal froh, dass wir es schon so weit geschafft haben und dass wir so auf diesem Weg noch einen neuen Staat auf unserer Liste abhaken können! :D
Wir saßen also wieder da, das Flugzeug hielt und man wartete darauf, bis es weitergeht …
Es verging eine halbe Stunde, eine Stunde …
Irgendwann kommt die Durchsage: „Wir müssen unser Team (die Stewardessen) auswechseln und es kommt auch ein neuer Pilot, der Sie nach San Francisco bringen wird!“ Also warteten wir jetzt auf das neue Team… Kurze Zeit später: „Es tut uns leid, dass Sie so lange warten müssen, der Pilot der jetzt gekommen ist, steht nicht auf dem Plan und darf somit auch nicht fliegen, weil es sonst illegal sein würde. Wir müssen auf den Piloten warten, der auf der Liste eingetragen steht!“ Also warteten wir jetzt auf den neuen Piloten … Kurz darauf: „Es tut mir leid Ihnen mitteilen zu müssen, dass der Pilot aufgrund von Übermüdung und zu langer Arbeitszeit leider nicht mehr anwesend ist. Da es keinen weiteren Piloten gibt, der nach San Francisco fliegen kann, müssen alle Passagiere dieses Flugzeug jetzt verlassen. Es wird für Sie ein Flieger am nächsten Tag gebucht. Die Hotels in dieser Umgebung sind für diese Nacht alle ausgebucht. Für weitere Informationen gehen Sie bitte zum Service Center!“
So, und da saßen wir nun wieder mit all den anderen sich aufregenden Leuten, aber es blieb uns allen nichts anderes übrig als aus dem Flugzeug zu steigen … Wir waren fast die letzten die das Flugzeug verließen und somit auch die letzten die in der Schlange zum Service Center standen … Es war auch schon ca. 1 Uhr nachts und der Flughafen ziemlich leer… Wir warteten in der Schlange, standen mit unseren Handys an der Steckdose zum Aufladen, schrieben unseren Gastmüttern und unseren Familien Zuhause und redeten mit weiteren Passagieren …
Schließlich waren wir dran – bekamen dann endlich unser Flugticket, mit großer Überraschung auch noch ein Hotelzimmer und auch noch drei $7 Coupons für Essen am Flughafen!
Ja immerhin! ;)
Wir machten uns dann auf den Weg zum versprochenen Shuttlebus und frierten wieder mal bei -5°C , als wir auf den Bus warteten … Nach ca. einer Stunde warten, war es uns zu doof und ich rief das Hotel an und fragte nach einem Shuttlebus… Die gute Frau an der Rezeption sagte, dass es keinen Shuttlebus gibt, weshalb wir uns zunächst aufregten, aber uns nichts anderes wieder übrig blieb, als wieder zum Service Center zu gehen … Nach langen Hin-und Herlaufen saßen wir dann eine Stunde später in einem etwas kuriosen Taxi mit zwei $50 Coupons für den Weg zum Hotel und wieder zurück…
Froh, heile im Hotel angekommen zu sein, checkten wir ein, fragten nach, wann es Frühstück gäben würde und erfuhren somit, dass wir nur noch 4-5 Stunden Schlaf haben, da es auch schon 3.30 Uhr nachts war … Wir duschten noch schnell und kurz darauf schliefen wir auch ein ..
Der nächste Morgen begann mit einem leckeren Frühstück, hinzu kam pure Übermüdung und das Hoffen, dass diesmal alles glatt läuft … Nach kurzem Entspannen setzten wir uns wieder ins Taxi und fuhren zum Airport …
Was dort los war, war echt krass! Richtig viele Menschen! Nach dem Security Check fingen wir an nach Shops zu gucken, wo wir unsere drei Coupons noch loswerden könnten … Wir gönnten uns den größten Smoothie und kauften noch ein bisschen süßes Zeugs ein… Eine Postkarte aus Denver durfte natürlich auch nicht fehlen! ;) Da wir allerdings noch zu viel Zeit während dem Skypen mit unseren Eltern vertrödelt haben (es gab perfektes Wifi am Flughafen), kamen wir schließlich doch noch in Stress, weil wir etwas spät dran waren um zu unseren Gate zu kommen … Aufgrund eines zu ruhigen und zu langsamem Kassierers konnte ich meinen letzten Coupon dann nicht mehr gegen Kaugummis, Gummibärchen und Chips eintauschen,
denn es ging los zum Gate!
Puhh, geschafft! Angekommen! Und dann saß man da schon wieder – mit denselben Leuten in demselben Flugzeug! Und ja, es ging dann wirklich nach San Francisco! Und das sogar ohne jegliche Probleme! Perfekt!
Wir waren einfach nur noch froh, endlich (heile!!!) angekommen zu sein! ;) ;) ;)

Das, was wir erlebt haben, war echt krass! Man ist ja hier in den USA um etwas zu erleben und wir können definitiv sagen, dass wir eine neue Erfahrung gemacht haben! Eine neue und vor allem nervernaufreibende! :D

Washington DC

Hallöchen!
Da bin ich auch mal wieder! :)
Ich weiß, es hat lange gedauert, bis dieser Eintrag jetzt kam, denn seit dem Washington-Wochenende sind jetzt auch schon 3 Wochen vergangen, aber besser spät als nie! ;)

Endlich hat es aber mal geklappt, dass Samiras und mein freies Wochenende auf denselben Tagen lag! Somit nutzten wir die Gelegenheit und schauten nach irgendwelchen Trips, wo wir eh noch hinwollten und relativ spontan buchten wir auch kurz darauf unseren Flug nach Washington DC! :D
Es war ein Nachtflug, weshalb es am Freitag Abend um 23 Uhr losging und wir somit gegen 7.30 Uhr in Washington DC ankamen. Wir wollten eigentlich während des Fluges schlafen, aber irgendwie fiel es uns verdammt schwer … Wir waren dementsprechend auch einfach nur noch kaputt als wir dann endlich ankamen! Aber was soll´s?! Wir mussten das Beste draus machen und deshalb befanden wir uns auch nach einer weiteren Stunde am Flughafen (weil wir keinen Bus finden konnten, der uns zu unserem Hotel brachte) in einem City-Bus Richtung nahegelegene Metrostation… Wie nahmen die erste Metro und fuhren dann weiter zum Hotel, wo wir allerdings erfuhren, dass wir noch nicht einchecken durften … Somit ging es erstmal wieder zurück zur Metro und diesmal dann Richtung Innenstadt – Zentrum – Monuments!
Wir entschieden uns aber, bevor wir mit der Sightseeing-Tour starteten erstmal etwas Warmes, nein etwas möglichs tHeißes, zu essen, weil es einfach sooooo kalt war!!! Es waren Minustemperaturen, an die wir einfach nicht mehr gewohnt waren! Wir frierten einfach so und mussten uns einfach erstmal mit einem warmen Lunch wärmen … Anschließend ging es aber los! Wir klapperten eine Sehenswürdigkeit nach der anderen ab – angefangen mit dem Weißen Haus, zum Old Post Office, weiter zum Washington Monument, dem Holocaust Memorial Museum und dann entlang eines Parkes wo sich auch daneben das Smithsonian Museum befindet, machten wir Washington unsicher!
Es war ein Stop-&-Go: Entlangspazieren, anhalten, Foto machen, weiter gehen …
Zwischendurch mussten wir immer mal wieder noch in irgendwelchen Cafes oder Souvenirshops anhalten, um uns noch kurz zu wärmen, weil wir einfach nur noch so am Zittern waren …
Kurz vor Ende unseres ersten Sightseeing-Tages gingen wir noch ins National Museum of American History, setzten uns anschließend dann noch in einen Starbucks und gönnten uns eine heiße Schokolade und einen leckeren, heißen Tee :) Denn danach machten wir uns mit einer Chipstüte gewappnet, die unser Dinner darstellte, auf den Weg ins Hotel …
Das Hotel war echt richtig gut! Da gönnten wir uns mal echt etwas Gutes und das auch mit Recht! Haha! ;) Nach einer langen heißen Dusche, kuschelten wir uns in unsere Bettchen (worüber wir einfach nur froh waren) und es dauerte auch nicht lange, bis wir einschliefen …

Der nächste Tag gestaltete sich wieder mal richtig eisig kalt! Schnee und Eis! Vor allem Eis! Und teilweise war es echt schon etwas gefährlich als wir durch die Straßen Washingtons liefen, weil es einfach sooo spiegelglatt war… Wir liefen Hand in Hand, um uns gegenseitig zu stützen, zunächst etwas über den Arlington National Cementery (Friedhof), weiter zum Lincoln Monument, über dem National World War Memorial und dem Roosevelt Memorial bis hin zum Jefferson Memorial… Dies zeigte dann auch zunächst das Ende unserer Sightseeing-Tour und genau dort war auch der Moment, den ich am Meisten genossen habe! Das Jefferson Memorial lag an einer Art See oder Bucht (Tidal Basin), am großen Fluss Potomac River und alles, wirklich alles war eingefroren! Es war wunderschön! Ich habe wirklich noch nie so einen großen Fluss komplett eingefroren gesehen! Ich würde jetzt einfach sagen: THIS MADE MY TRIP!
Da es schon langsam spät wurde und wir uns noch zum Flughafen begeben mussten, fuhren wir zur Metrostation, von wo auch der Bus zum Airport hinfuhr… Ganz spontan entschieden wir uns erst den übernächsten Bus zu nehmen, da wir noch ein weiteres Memorial sehen wollten – und zwar das Iwo Jima Memorial, was dann aber auch wirklich das Ende unseres Washington-Sightseeing-Trips darstellte! ;)
Nach noch einem schönen heißen Getränk erwischten wir den nächsten Bus Richtung Airport und waren zunächst (!!!) glücklich, dass es bald (so dachten wir es jedenfalls) wieder ins warme Kalifornien geht!
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Fortsetzung folgt im nächsten Blogeintrag! ;)

Hier kommen zunächst erstmal noch die Fotos zu den verschiedenen Memorials usw… ;)

Washington DC

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